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Change Management bei Raumveränderungen: Wie können Mitarbeiter bei Umgestaltungsprozessen effektiv eingebunden werden?
Change Management bei Raumveränderungen: Wie können Mitarbeiter bei Umgestaltungsprozessen effektiv eingebunden werden?
Veränderungen am Arbeitsplatz sind selten rein baulicher Natur – sie sind immer auch emotional. Neue Raumkonzepte, Umzüge, flexible Arbeitsplatzmodelle oder ein umfassendes Redesign der Büroräume haben direkten Einfluss auf die tägliche Arbeit, die Gewohnheiten und oft auch auf das Zugehörigkeitsgefühl von Mitarbeitenden. Wer solche Umgestaltungen allein aus der Perspektive von Effizienz oder Design denkt, vergibt eine große Chance: Denn Raumveränderungen können Treiber für Kulturwandel, Motivation und Innovation sein – wenn die Mitarbeitenden aktiv in den Prozess eingebunden werden.
Raumveränderung ist Kulturveränderung
Ein neues Raumkonzept signalisiert: Etwas verändert sich. Vielleicht sollen Silos aufgebrochen, mehr Zusammenarbeit gefördert oder hybride Arbeitsmodelle besser unterstützt werden. Doch egal, wie sinnvoll diese Ziele sind – sie funktionieren nur, wenn die Menschen, die in diesen Räumen arbeiten, mitgenommen werden. Change Management wird somit zur zentralen Aufgabe.
Der Schlüssel: Partizipation
Ein häufiger Fehler bei räumlichen Umgestaltungen: Entscheidungen werden „von oben“ getroffen – und dann kommuniziert. Die bessere Variante: Frühzeitig die Mitarbeitenden einbinden. Denn wer mitgestalten darf, fühlt sich ernst genommen, bringt wertvolle Perspektiven ein und identifiziert sich eher mit dem Ergebnis.
Formate können sein:
• Workshops und Design-Sprints zur Bedarfsanalyse
• Feedback-Runden zu ersten Konzepten
• Pilotflächen, die gemeinsam getestet und weiterentwickelt werden
• Anonyme Umfragen, um auch stille Stimmen einzufangen
Kommunikation auf Augenhöhe
Ein gutes Change Management lebt von transparenter Kommunikation. Es reicht nicht, über neue Möbel oder Raumaufteilungen zu informieren – es braucht einen klaren „Warum“-Fokus.
Warum verändert sich etwas?
Was sind die Ziele dahinter?
Welche Sorgen nehmen wir ernst?
Und wie sieht der konkrete Zeitplan aus?
Je klarer und empathischer diese Fragen beantwortet werden, desto höher ist die Akzeptanz.
Tipp: Botschafter aus den Teams können helfen, Informationen zu verbreiten und Rückmeldungen zu sammeln. Sie fungieren als Brücke zwischen Projektteam und Belegschaft.
Räume, die zur Kultur passen – und sie weiterentwickeln
Moderne Arbeitswelten sind Ausdruck von Haltung. Wer auf Offenheit, Flexibilität und Vertrauen setzt, sollte das auch im Raum spürbar machen. Doch nicht jede Veränderung passt zu jedem Unternehmen. Darum gilt: Räume dürfen sich nicht nur schön anfühlen – sie müssen sich auch richtig anfühlen.
Durch den Einbezug der Mitarbeitenden entsteht mehr als ein funktionaler Raum: Es entsteht ein Raum, der die Identität und die Kultur des Unternehmens stärkt.
Fazit
Change Management bei Raumveränderungen ist kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor. Wer Mitarbeitende frühzeitig beteiligt, transparent kommuniziert und offen für Feedback bleibt, schafft nicht nur schönere Räume – sondern auch ein stärkeres Wir-Gefühl.
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